Malireisen zwischen Sahara und Savanne

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Es ist eines der schönsten Länder Westafrikas. Zugunsten der Kultur bestimmte es lange Zeit durch das lebendige Erbe der Griots, die weltberühmte Lehmarchitektur von Djenné und Timbuktu sowie eine einzigartige musikalische und kunsthandwerkliche Vielfalt seine Identität; jene Identität als bedeutendes geistiges und künstlerisches Zentrum Westafrikas. Mali, das Land birgt aber auch Wüste und Grasland, viele Völker und eine reiche Geschichte. 

Die nachfolgend aufgeführten Reiseziele sowie Standorte lohnenswerter Hotels beschreiben wir näher, damit diese Seite als grundlegende Richtschnur dient. Denn in Mali gibt es viel zu sehen. Sobald sich die Reisesituation bessert, weiten wir die Informationen über Malis Reisedestinationen aus. Doch vorläufig hoffen wir, Sie mit unseren Beschreibungen und Geschichten über dieses grosse Land auf eine unterhaltsame Lese-Reise zu schicken.

🥁 Selbstverständlich nehmen wir gerne Ihre Anregungen auf. 🥁

Wer Mali mit den Flugzeug anreist, bestaunt zuallererst die Metropole Bamako. Es ist eine lebhafte afrikanische Stadt am Fluss Niger.
Bamako

Djenné ist eine wichtige Stadt der Region Mopti, die aufgrund ihrer schönen Landschaften eine wunderbare Anziehung auf Besucher ausübt. In Djenné steht eine der weltweit grossartigsten Moscheen.
Djenne

Timbuktu gilt als Wüstenstadt schlechthin. In 20 Kilometer Entfernung von ihr fliesst der Niger. In ihr rauschen Feste und entfalten sich Rituale, die den reichen Traditionen Malis zu verdanken sind.
Timbuktu

Im Folgenden Link befindet sich der Ort des beeindruckenden Lehmbauwerks der Songhai-Kultur;
Das Grabmal von Askia (Gao).

In den letzten Jahren hat die staatliche Kontrolle in diesen Gebieten aufgrund der Konflikte stark nachgelassen. Zahlreiche Schutzgebiete existieren „auf dem Papier“ weiter, werden aber kaum noch aktiv verwaltet.

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Die Beitrag-Links führen zu den entsprechenden Orten und Routen auf der Weltkarte sowie weiterführenden Informationen.

Einen wunderbaren fotografischen Überblick über die verschiedenen Regionen des Landes und seine Bewohner bietet die Fotosammlung von GEO Reisecommunity hier.

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Djenné mit seiner weltbekannten Moschee & Mopti!

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Djenné und Mopti liegen im sogenannten Inlanddelta des Niger. Der Fluss teilt sich in verschiedene Flussarme auf. Insgesamt legt der Niger eine Strecke von über 4000 Kilometern zurück und fliesst dann in Nigeria in den Atlantischen Ozean. Landwirtschaftlich intensiv wird die Region genutzt.

Als wichtigste Sehenswürdigkeit gilt die Grosse Moschee von Djenné, ein grossartiger Bau, der den sudano-sahelischen Baustils demonstriert; ein Stil, der fast ausschließlich auf einer Mischung aus Lehm, Stroh und organischen Zusätzen basiert. Die Große Moschee ist tatsächlich das größte Sakralbauwerk der Erde.

In Djenné stehen aber noch viele weitere schöne Häuser, wie das Altstadt Ensemble, das die Moschee einschliesst. Dieses ist ebenso wie die Moschee Weltkulturerbe. Djenné ist auch berühmt für sein Altstadt-Ensemble, welches rund 2.000 erhaltene traditionelle Lehmhäuser umfasst. Diese Lehmhäuser sind oft mehrstöckig und mit verzierten Fassaden im marokkanischen und sudano-sahelischen Stil gebaut. Seit 1988 steht die gesamte Altstadt unter Schutz der UNESCO.

Einzigartig ist der wöchentliche Montagsmarkt, der auf dem weitläufigen Platz direkt vor der Moschee stattfindet und Händler aus der gesamten Region anlockt. Da Djenné auf einer Insel liegt, ist die Stadt während der jährlichen Nilflut nur per Boot erreichbar. Aber immerhin hat dieser Umstand ihren isolierten, mittelalterlichen Charakter bewahren können. Ein zentrales Ereignis für die Gemeinschaft ist das jährliche ‚Crépissage‘, bei dem die gesamte Bevölkerung die Außenwände der Großen Moschee mit frischem Lehm gemeinsam verputzt, um sie vor der Regenzeit zu schützen.

Mopti

Mopti ist die Provinzhauptstadt der Region Mopti und fungiert als wichtigster Handelsknotenpunkt Nordmalis. Man nennt die Stadt oft auch «Das Venedig Malis“, da ihr Hafen für den gesamten Handel zwischen dem fruchtbaren Süden und dem trockenen Norden (in Richtung Timbuktu) entscheidend ist.

Architektonisch sticht die vom nördlicher gelegenen Stadtteil Komoguel aus sichtbare Große Moschee hervor. Diese liegt demnach südlicher als der benannte Stadtteil und wurde ebenfalls im sudano-sahelischen Stil errichtet. Es ist ein faszinierender Anblick, wie sich dieses monumentale Bauwerk aus dem rötlichen Boden erhebt. Als lebendiges Zeugnis der Architektur besteht es bereits seit Jahrhunderten im Einklang mit der Natur.

Die Stadt erstreckt sich über drei Inseln, die sich durch Dämme miteinander verbinden, was auch den jeweils begrenzten Raum und die hohe Bebauungsdichte erklärt. Hier, im Schmelztiegel der Kulturen, begegnen sich Bozo-Fischer, Fulbe-Hirten und Dogon-Händler, was den Hafen zu einem der lebhaftesten Orte Westafrikas werden lässt. In den letzten Jahren hat sich die Sicherheitslage in der Region jedoch verschärft, was den einst blühenden Tourismus stark eingeschränkt hat.

Direkt am Ufer lässt sich zudem ein jahrhundertealtes Handwerk beobachten: In spezialisierten Werkstätten fertigen Handwerker ohne moderne Pläne die gewaltigen Pinassen an. Diese traditionellen, bis zu 30 Meter langen Holzboote sind die wichtigsten Transportmittel auf dem Niger und prägen mit ihren bunten Bemalungen das Gesicht des Hafens.

Trotz verschärfter Sicherheitslage hoffen wir, dass wir Ihnen baldmöglichst eine Reise dorthin anbieten dürfen. Denn Mopti wäre eine weitere Stadt, deren Besuch sich allemal lohnt, da sich dort auch auch mehr Hotels befinden. Doch vorerst schicken wir Sie hier gern auf eine abwechslungsreiche Lesereise.

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Die Beitrag-Links führen zu den entsprechenden Orten auf der Weltkarte und weiterführenden Informationen.

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Timbuktu die Wüstenstadt

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UNESCO-Welterbe

Timbuku steht unter internationalem Schutz und besteht aus drei großen Moscheen und 16 Mausoleen.

Einstiger Sitz von einem der reichsten Königreiche

Timbuktu, der einstige Sitz von einem der weltweit reichsten Königreiche beherbergte jenen König, der als reichster Mann seiner Zeit gilt, hier sein Bildnis. König Musa hiess dieser, und seine Pilgerfahrt nach Mekka gilt heute noch als legendär. Auf dieser Reise gab er so viel Gold in Kairo aus, dass er den dortigen Dinar für die nächsten zehn Jahre ruinierte. Historiker sprechen hier von einem Vermögen, das nach heutigen Massstäben 400 Mrd. USD betragen dürfte. Auf seiner Rückreise sank sein Gold im Wert. 

Zur bedrohten Stadt Timbuku finden sich im Web interessante Videos,
wie beispielsweise dieses:

Timbuktu gründeten die Nomaden der Tuareg um das Jahr 1100 n. Chr.. Ihre Vision war es, eine Handelsstadt am Rande der Wüste zu schaffen. Ursprünglich als saisonales Lager genutzt, entwickelte sich der Ort aufgrund seiner Lage bald weiter. Da er genau am Übergang zwischen der Sahara und dem Niger lag, kreuzten sich hier die Handelswege für Salz, Gold und Nahrung. So wurde aus dem einfachen Lagerplatz bald eines der bedeutendsten Handelszentren der Weltgeschichte.

Der Niger fliesst 20 Kilometer südlich von Timbuktu. Ursprünglich lag die Stadt durch Nebenarme viel näher am Wasser. Die zunehmende Verlandung und Wüstenbildung (Desertifikation) liessen den Fluss über die Jahrhunderte hinweg gefühlt „wandern“.

Weltenbummler oder Wüstenfans, welche die Sahara durchquerten, besuchten als Höhepunkt ihrer Reise stets die Wüstenstadt Timbuktu. Wir hingegen möchten Sie hier (erstmals) auf eine unterhaltsame Lesereise schicken.

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Blog zu Mali

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Jede Webseite beinhaltet einen Blog. Darauf schreibe ich über meine Erfahrungen. Offen ist er für jeden. Themen wie Kunst, Kultur, Begegnungen, Engagement und Politik dürfen sich hier niederlegen.

Allein schon Mali selbst, wohin Reisen aktuell aber zu gefährlich sind, regt zu Diskussionen an. Meine Blog-Beiträge dürften daher das Bedürfnis steigern, darüber zu diskutieren. Auch hege ich dadurch die Hoffnung, besser konstruktive Friedensideen erarbeiten zu können.
Wir freuen uns jedenfalls auf Ihre Rückmeldungen.

Der reichste Mann aller Zeiten
Besuch der Mission von Mali in Genf
Farafin a ni Toubabou
Grosse Herausforderung: Entwicklungshilfe
Gespräch mit dem Honorarkonsul
Museum der Kulturen Basel

Warum diese Webseite zu Mali?

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Mali ist durch Konflikte gespalten. Von Reisen nach Mali wird derzeit abgeraten. Die Webseite vermittelt Informationen über Mali, in der Hoffnung, dass sich die Situation bessert. Ein Hoffnungsschimmer, dass die Potentaten, dass jene Machthaber, die Gewalt predigen, sich der tief verwurzelten Gastfreundschaft entsinnen.

Vor 20 Jahren etablierte sich der dortige Tourismus. Doch durch die bewaffneten Konflikte im Land und die Ermordung von Touristen verabschiedete sich Mali bis heute von der touristischen Landkarte. Es gibt allerdings einige weitere Länder, wie Libyen, Syrien oder Jemen, worüber wir touristische Webseiten pflegen.
Auf dass überall auf Erden Friede einkehre!

Ich freue mich auf jede Kontaktaufnahme

Stephan Zurfluh
Postfach 1423
CH-8021 Zürich

+41 56 426 54 30
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Redigiert von; S. Keller
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