Djenné mit seiner weltbekannten Moschee & Mopti!

image_pdfimage_print

Djenné und Mopti liegen im sogenannten Inlanddelta des Niger. Der Fluss teilt sich in verschiedene Flussarme auf. Insgesamt legt der Niger eine Strecke von über 4000 Kilometern zurück und fliesst dann in Nigeria in den Atlantischen Ozean. Landwirtschaftlich intensiv wird die Region genutzt.

Als wichtigste Sehenswürdigkeit gilt die Grosse Moschee von Djenné, ein grossartiger Bau, der den sudano-sahelischen Baustils demonstriert; ein Stil, der fast ausschließlich auf einer Mischung aus Lehm, Stroh und organischen Zusätzen basiert. Die Große Moschee ist tatsächlich das größte Sakralbauwerk der Erde.

In Djenné stehen aber noch viele weitere schöne Häuser, wie das Altstadt Ensemble, das die Moschee einschliesst. Dieses ist ebenso wie die Moschee Weltkulturerbe. Djenné ist auch berühmt für sein Altstadt-Ensemble, welches rund 2.000 erhaltene traditionelle Lehmhäuser umfasst. Diese Lehmhäuser sind oft mehrstöckig und mit verzierten Fassaden im marokkanischen und sudano-sahelischen Stil gebaut. Seit 1988 steht die gesamte Altstadt unter Schutz der UNESCO.

Einzigartig ist der wöchentliche Montagsmarkt, der auf dem weitläufigen Platz direkt vor der Moschee stattfindet und Händler aus der gesamten Region anlockt. Da Djenné auf einer Insel liegt, ist die Stadt während der jährlichen Nilflut nur per Boot erreichbar. Aber immerhin hat dieser Umstand ihren isolierten, mittelalterlichen Charakter bewahren können. Ein zentrales Ereignis für die Gemeinschaft ist das jährliche ‚Crépissage‘, bei dem die gesamte Bevölkerung die Außenwände der Großen Moschee mit frischem Lehm gemeinsam verputzt, um sie vor der Regenzeit zu schützen.

Mopti

Mopti ist die Provinzhauptstadt der Region Mopti und fungiert als wichtigster Handelsknotenpunkt Nordmalis. Man nennt die Stadt oft auch «Das Venedig Malis“, da ihr Hafen für den gesamten Handel zwischen dem fruchtbaren Süden und dem trockenen Norden (in Richtung Timbuktu) entscheidend ist.

Architektonisch sticht die vom nördlicher gelegenen Stadtteil Komoguel aus sichtbare Große Moschee hervor. Diese liegt demnach südlicher als der benannte Stadtteil und wurde ebenfalls im sudano-sahelischen Stil errichtet. Es ist ein faszinierender Anblick, wie sich dieses monumentale Bauwerk aus dem rötlichen Boden erhebt. Als lebendiges Zeugnis der Architektur besteht es bereits seit Jahrhunderten im Einklang mit der Natur.

Die Stadt erstreckt sich über drei Inseln, die sich durch Dämme miteinander verbinden, was auch den jeweils begrenzten Raum und die hohe Bebauungsdichte erklärt. Hier, im Schmelztiegel der Kulturen, begegnen sich Bozo-Fischer, Fulbe-Hirten und Dogon-Händler, was den Hafen zu einem der lebhaftesten Orte Westafrikas werden lässt. In den letzten Jahren hat sich die Sicherheitslage in der Region jedoch verschärft, was den einst blühenden Tourismus stark eingeschränkt hat.

Direkt am Ufer lässt sich zudem ein jahrhundertealtes Handwerk beobachten: In spezialisierten Werkstätten fertigen Handwerker ohne moderne Pläne die gewaltigen Pinassen an. Diese traditionellen, bis zu 30 Meter langen Holzboote sind die wichtigsten Transportmittel auf dem Niger und prägen mit ihren bunten Bemalungen das Gesicht des Hafens.

Trotz verschärfter Sicherheitslage hoffen wir, dass wir Ihnen baldmöglichst eine Reise dorthin anbieten dürfen. Denn Mopti wäre eine weitere Stadt, deren Besuch sich allemal lohnt, da sich dort auch auch mehr Hotels befinden. Doch vorerst schicken wir Sie hier gern auf eine abwechslungsreiche Lesereise.

🇲🇱🏜️🕌🐪🪘☀️🪘🐪🕌🏜️🇲🇱

Die Beitrag-Links führen zu den entsprechenden Orten auf der Weltkarte und weiterführenden Informationen.

🇲🇱