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Der reichste Mann aller Zeiten

Goldbarren als Symbol für Goldreichtum

Mansa Musa, der Löwe von Mali lebte im 14. Jahrhundert und musste unglaublichen Goldreichtum besessen haben. Auf einer Pilgerfahrt nach Mekkan deckte er Ägypten mit dermaßen viel Gold ein, sodass die Wirtschaft zusammengebrach. In heutiger Zeitrechnung wird sein Vermögen auf 400 Milliarden Dollar geschätzt. 

Die Geschichte um den Löwen von Mail ist äußerst umstritten. Angeblich war sein Vorgänger mit 2000 Schiffen in den Atlantik gestochen und nie wieder zurückgekehrt. Aufgrund gewaltiger Goldvorräte war Mali zu jener Zeit ein extrem reiches Land. 

Touristisch gesehen ist die Sankóre Moschee in Timbuktu relevant, spannend zeugt sie von der Geschichte des Mansa Musa. Ihr Bau wird gar ihm zugerechnet. Über insgesamt 40 Millionen Menschen herrschte Mansa Musa. Damit war Mali seinerzeit eines der gewichtigsten Königreiche weltweit.   

Mali war überdies der bedeutsamste Produzent von Gold. Durch die später von Amerika zubringenden spanischen Kolonien wurde in Mali aber schliesslich weniger Gold gekauft. 

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Fakten-Check & Ergänzungen

  • Wirtschaftskrise: Der Wertverfall des Goldes in Ägypten hielt laut historischen Quellen (z. B. al-Umari) über ein Jahrzehnt an, da der Markt mit dem Edelmetall gesättigt war.
  • Vorgänger: Es handelt sich dabei um Abu Bakr II. Die Geschichte seiner Atlantiküberquerung basiert primär auf den Erzählungen Mansa Musas während seines Aufenthalts in Kairo.
  • Sankóre-Moschee: Die Moschee wurde bereits vor seiner Regentschaft gegründet, jedoch unter Mansa Musa massiv ausgebaut und zu einer bedeutenden Madrasa (Universität) erweitert.

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Der Beitrag-Link führt zur Moschee auf der Weltkarte.

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Besuch der Mission von Mali in Genf

Wir haben die Mission in Genf besucht. Die erste Türe führt zur Konsular-Abteilung, ein anderer Eingang zur Mission, welche gleichzeitig als Botschaft fungiert. Die Mitarbeitenden sind freundlich, doch meine Webseite wird von keinen von ihnen unterstützt.

Das ist normal für die in der Schweiz zugunsten Afrikas wirkenden Behörden. Besonders, da der Tourismus kaum Perspektiven bietet. Aus der Mission mitgenommen habe ich eine Broschüre über die Exportwirtschaft von Mali. In diesem auf das Jahr 2018 datierten Prospekt steht, dass vor allem Gold und Baumwolle exportiert wird. «Wie sieht es in der Landwirtschaft hinsichtlich Goldförderung aus? Bräuchte es hinsichtlich dessen einen Ansatz, wie wir ihn von Ghana her kennen?» frage ich mich.

In Mali wird also Baumwolle produziert, was viel Wasser benötigt. Angeblich besteht in Mali eine Textilindustrie. Doch wir erfahren darüber kaum etwas. Ausführlich beleuchtete ich das Thema Fairtrade bereits in einem Blog zum fairen Handel.
Ich verweise diesbezüglich noch auf eine Modeschau im benachbarten Senegal, beziehungsweise zu einem Artikel auf unseren «Modereisen»:

Die Uranvorkommnisse im benachbarten Niger sind für Frankreich wirklich wichtig. Die Transporte erfolgen via Mali, und in Mali sind stabile politische Verhältnisse erforderlich, um diese nicht zu gefährden.

Beitrag in der Wirtschaftwoche über französische Interessen zur Rohstoffsicherung

Irgendwie wurde ich das Gefühl nicht los, dass Frankreich Malis Eliten weitgehend versorgten und auch daher Anreize fehlten, Mali aus eigener Kraft zu stärken. Freilich bewirken auch ethnische Spannungen immense Probleme. Doch ein angemessener Wohlstand, für Malis «normale Bevölkerung», bietet erst die Möglichkeit für einen grundlegenden Ausgleich.

Fazit

Gleich, wie so oft, ist unser Besuch auf der Botschaft verlaufen:
Wir suchen das Gespräch, niemand ist vorbereitet, der dafür zuständige Mitarbeiter in einer Konferenz. Statt E-Mails zu schicken, hätten wir nochmals telefonieren können. Vielleicht hätte dies etwas gebracht. Wer weiss?

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Die Beitrag-Links und Reiter führen zu den entsprechenden Orten auf der Weltkarte sowie zu weiterführenden Informationen.

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Farafin a ni Toubabou

Beitragsbild; Schlammfärberei auf Stoff

Adrien Sina, Künstler mit grosser Leidenschaft für Mali; im Museum für Kulturen, Basel baute er eine Videoinstallation auf. Sie wurde in der Sonderausstellung «Welten machen» gezeigt. Adrien Sina porträtiert in einigen Videos aus Mali in Schwarz und Weiss nach Prinzipien des Austauschs. «Farafin» steht für einen Einheimischen und Toubabou für einen hilfsbereiten weissen Doktor, beide leben in Mali.

Adrien Sina gab sogar eine Ausstellung im Museum Langmatt, Baden. Adrien Sina arbeitet und lebt in Paris in London. Nachfolgend liegt der Beitrag mit Beschreibung seiner Ausstellung bei:

Das Beitragsbild zeigt eine Schlammfärberei auf Stoff. Diese und weitere Schlammfärbearbeiten werden in den Dörfern rund um Banani im Dogon-Gebiet in Mali hergestellt. Die Technik beruht auf traditionellen Verfahren mit fermentiertem Schlamm und pflanzlichen Vorbehandlungen. Andere Beispiele dieser Handwerkskunst sind auch in seinen Ausstellungen zu sehen.

Adresse des Künstlers

Adrien Sina
ad@adrien-sina.net
adrien-sina.net

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Die Beitrag-Links führen zu den entsprechenden Orten auf der Weltkarte sowie weiterführenden Informationen.

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Immense Herausforderung – Entwicklungshilfe

Es gibt auch Kritiker der Entwicklungshilfe. Kritiken zementieren allerdings oft die Abhängigkeit und ändern nichts an der politischen Situation. Wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen werden dadurch gebremst. Würde nur Geld ausgehändigt, führte dies zu einer «Nehmermentalität», die destruktiv ist.

Allerdings bestehen in vielen betroffenen Ländern erhebliche Finanzierungsengpässe. Überdies können aufgenommene Kredite häufig nicht vollständig zurückgezahlt werden. Mali zählt zu den Schwerpunktländern der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit.

Die Schweiz setzt sich für humanitäre Hilfe, Entwicklung der Wirtschaft mittels Bildung und für eine gut operierende Regierung ein.
Ihre Massnahmen sind auf der nachfolgenden Webseite der Internationalen Zusammenarbeit Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit, des DEZA, beschrieben:
Länderseite der DEZA zu Mali

Entwicklungshilfe steht vor hohen Herausforderungen. Gegenüber dem Hunger zu schweigen, verschlimmert die Lage. Wie kann beispielsweise eine Landwirtschaft mit Krediten gefördert werden, wenn es an finanziellen Mitteln mangelt? Hilfe sollte schon allein deshalb auf menschlichem Handeln und nicht auf finanziellen Mitteln beruhen.

Mali als moslemisches Land verfügt über keine Netzwerke der christlichen Kirchen. Eine Zusammenarbeit mit islamischen Organisationen wäre daher sehr relevant.

Generell ist diesbezüglich der weltweite Austausch von jungen Menschen von hoher Bedeutung, da diese oft noch nicht beruflich eingebunden sind. Auch wir möchten Menschen dazu anregen, Freiwilligendienste näher anzuschauen.

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Vielleicht interessieren auch Sie sich dafür, einen Beitrag zu einer Entwicklungshilfe in einem schwierigen Gebiet zu leisten.
Wir erstellten dazu die umfangreiche Website für Volunteer-Reisen.

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Gespräch mit dem Honorarkonsul

Bevor ich 2021 mit der Webseite startete, hatte ich den Schweizer Honorarkonsul von Mali sprechen wollen. Ein Termin kam rasch zustande. Wehmut schwebte aber in der Luft, da die einst vorbildliche Demokratie schon damals nicht mehr zu bereisen war.

Die Möglichkeit, Mali zu bereisen, war zwar gegeben. Der Konsul schwärmte von engagierten Reiseleitern und den vielen Franzosen, die das Land besuchten. Er zeigte mir Reiseführer, musste aber bald einräumen; er selbst reise nur noch ins südliche Afrika.

Auch in den kommenden Jahren wird nichts werden. manche sehen Mali bereits als gescheiterten Staat. Ich beobachtete allerdings auch schon, wie sich in Afrika vieles zum Positiven wenden konnte. Aber aus heutiger Sicht (2026) macht eine touristische Webseite mit Kommerzialisierung wenig Sinn; die Situation verschärfte sich seit 2021 sogar noch, beziehungsweise nach der Erstellung dieser Seite. Deshalb sehe ich die Webseite als Diskussionsforum und abwechslungsreiche Lesereise an, was ein friedensfördernder Beitrag leisten dürfte.

Der Konsul meinte übrigens damals, es seien kaum Flüchtlinge aus Mali unterwegs. So sicher war ich mir da allerdings nicht. In der Schweiz lebt eine größere eritreische Gemeinschaft; Menschen aus Westafrika zieht es jedoch weiterhin vorwiegend in verschiedene europäische Länder.

Damals liess ich mir den Reiseführer «Mali» von Bradt mitgeben, welcher hier ersichtlich ist. Auch heute arbeite ich noch gern an dieser Webseite. Die beste Unterstützung sehe ich in Mali selbst, also vor Ort.

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Museum der Kulturen Basel

Kulturell befindet sich Mali auch im Museum der Kulturen Basel. Dort eröffnen sich zahlreiche Eindrücke aus Geschichte und Gesellschaft des Landes. Auch von jenen verschiedenen Politikern findet sich eine Liste, welche Westafrika aus der Kolonialzeit geführt hatten. Es dürfte sich lohnen, sich durch die Räumlichkeiten in die Tiefe leiten zu lassen.

Mali hatte es einst geschafft, zu einem demokratischen Musterstaat zu werden. Das nachfolgend erste Bild illustriert bekannte Persönlichkeiten von Mali aus früheren Zeiten. Das einstige Programm, die Sahelzone fruchtbar werden zu lassen, bildet das zweite Bild eines Plakates der folgenden Bilder ab:

Des weiteren wurden im Museum Videos über die Kulturen Malis vorgeführt: einerseits typische Musik aus Mali, andererseits der bezeichnende Aufwand während einer malischen Hochzeit und einiges Spannendes mehr.

Ich finde es wunderschön, dass Museen auch Gegenwärtiges aufzeigen. Mali hat kulturell reichlich viel zu bieten und ist unglaublich farbenfroh. Doch immer mehr Menschen hat das Land zu ernähren.

Kontaktdaten

Museum der Kulturen Basel
Münsterplatz 20
CH-4001 Basel

+41 61 266 56 00
info@mkb.ch
mkb.ch

Öffnungszeiten
Dienstag-Sonntag 10:00-17:00 Uhr